Datenabfluss beim Magistrat der Stadt Wien

Die Stadt Wien hat einen unberechtigten Zugriff auf eine interne Dokumentationsplattform eingeräumt. Nach Angaben des Magistrats hatte ein Angreifer zwischen dem 3. und 11. September 2026 über einen Webzugang Zugriff auf Teile der Plattform und kopierte dort gespeicherte magistratsinterne Informationen. Betroffen sind rund 26.000 Dokumente mit einem Gesamtvolumen von etwa neun Gigabyte.

Testdaten, Schulungsunterlagen, Projektpapiere

Nach Angaben der Stadt handelte es sich vor allem um Testdaten, Schulungsunterlagen und Projektdokumentationen. Darunter sind jedoch auch personenbezogene Daten, teils aus rechtlich besonders geschützten, sensiblen Kategorien. Betroffen sind 2.885 Bürger sowie 2.083 Mitarbeitende und 865 Auftragnehmer des Magistrats; sie sollen innerhalb einer Woche direkt verständigt werden.

Aufgefallen über ein Verkaufsangebot

Entdeckt wurde der Vorfall, weil dem österreichischen CERT.at ein Angebot in einem Onlineforum auffiel: Dort wurde eine Schwachstelle im Webzugang zur Dokumentationsplattform zum Kauf angeboten. CERT.at informierte den Magistrat am 9. September, der daraufhin sein internes WienCERT und die IT-Abteilung aktivierte. In Zusammenarbeit mit der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) sei die Lücke identifiziert und geschlossen worden.

Keine Hinweise auf Veröffentlichung

Der CIO der Stadt, Klemens Himpele, betonte, der Angreifer habe zu keinem Zeitpunkt Kontrolle über IT-Systeme oder Benutzerkonten gehabt. Hinweise auf eine Veröffentlichung der Daten lägen nicht vor. Die Meldung nach NIS-Gesetz erfolgte am 10. September, jene an die Datenschutzbehörde am 15. September. Die in Wien oppositionelle ÖVP fordert eine Evaluierung der Sicherheitsmaßnahmen.

Quellen

heise online: Stadt Wien entdeckt Einbruch in Online-Speicher (30.09.2026)

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