IT-Notfall beim Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Ein IT-Sicherheitsvorfall hat die Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz seit dem Abend des 20. Oktober 2026 weitgehend lahmgelegt. Um 19.22 Uhr ging beim Landkreis ein Hinweis des Brandenburger Ministeriums des Innern und für Kommunales auf eine mögliche Kompromittierung eines IT-Clients ein.

Die Verwaltung fuhr daraufhin alle relevanten Systeme herunter und sicherte sie. Ob tatsächlich ein unberechtigter Zugriff stattfand, ist bislang nicht bestätigt. Aus Verwaltungskreisen war zunächst von einem Cyberangriff die Rede, offiziell spricht der Landkreis von einem IT-Sicherheitsvorfall.

Verwaltungsstab in Großräschen

Seit Mittwochmorgen arbeitet ein Verwaltungsstab, der laut Medienberichten im Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Technischen Zentrum in Großräschen tagt. Die kreiseigene IT-Abteilung prüft die Systeme mit externen Experten. Einen Termin für die Rückkehr zum Normalbetrieb gibt es nicht.

Kfz-Zulassung ausgesetzt

Die Systeme bleiben mindestens bis Ende der Woche abgeschaltet. E-Mails sind nicht zustellbar, die Beschäftigten nur telefonisch erreichbar, der Sprechtag am 22. Oktober fiel aus. Bürgeranfragen nimmt das Bürgerbüro unter 03573 870-0 entgegen.

Besonders spürbar ist der Ausfall bei der Kfz-Zulassung: Weder Vorsprachen noch Online-Zulassungen über i-Kfz sind möglich. Das gilt auch für die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus.

Der Landkreis Dahme-Spreewald schaltete wegen der am 20. Oktober bekannt gewordenen kritischen PHP-Sicherheitslücken vorsorglich Teile seiner Online-Dienste ab. Ein Zusammenhang mit dem Vorfall in Oberspreewald-Lausitz ist offen.

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