Erpressersoftware beim Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg
Rund zwei Wochen nach dem Angriff auf das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ-BW) in Reutlingen hat der IT-Dienstleister bestätigt, dass Erpressersoftware eingesetzt wurde. Welche Daten die Täter mitgenommen haben, sei weiterhin offen, sagte ein Sprecher am 24. Oktober 2026.
Angriff am Abend des 7. Oktober
Die IT-Abteilung des HSZ-BW hatte den Angriff am Abend des 7. Oktober 2026 festgestellt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Die Ermittlungen übernahm das Polizeipräsidium Reutlingen mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Abteilung Cybercrime. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.
Noten, Stundenpläne und Gehälter betroffen
Das HSZ-BW betreibt IT-Dienste für Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen sowie einzelne Landeseinrichtungen. Noten- und Bewerbungssysteme sowie Raum- und Stundenpläne waren Mitte Oktober weiter offline, wie der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Auch Lehrkräfte konnten zeitweise nicht bezahlt werden.
Systeme gehen erst wieder in Betrieb, wenn zu 100 Prozent sichergestellt ist, dass keine Gefahr mehr von ihnen ausgeht, sagte der Sprecher. Wie stark eine Einrichtung betroffen ist, hängt vom gebuchten Servicepaket ab.
Folgen an den Hochschulen
Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen meldete Zahlungsverzögerungen. Die Hochschule für Musik Karlsruhe änderte wegen des Angriffs das Bewerbungsverfahren und verlängerte die Frist.
Quellen
- Südwest Presse: Hacker haben Daten erbeutet (24.10.2026)
- eGovernment: Noten und Stundenpläne offline (19.10.2026)
- Südkurier: Daten der Polizei betroffen? (15.10.2026)
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