Loxone: Cyberangriff auf österreichischen Gebäudeautomatisierer
Das österreichische Unternehmen Loxone ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Eine kriminelle Bande verschaffte sich Zugriff auf interne Server und kopierte nach Unternehmensangaben rund 200 GByte an Daten. Kundensysteme seien nicht betroffen.
Betroffene Systeme und Datenmenge
Die Gruppierung „Samurai“ soll den Angriff ausgeführt haben. Loxone bestätigte, dass das interne CRM-System sowie das Bewerbermanagement betroffen sind. Zudem seien Kontaktdaten von Partnerbetrieben, vor allem Elektroinstallationsunternehmen, sowie Support-Anfragen und Bewerberdaten kopiert worden. Die betroffenen Systeme wurden vorsorglich isoliert und schrittweise wieder hochgefahren.
Keine Gefahr für Kundeninstallationen
Zur Entwarnung für Kunden: Benutzer- und Zugangsdaten liegen laut Loxone ausschließlich lokal auf dem Miniserver, nicht auf Unternehmensservern. Miniserver, Remote Connect und Exosphere seien nicht betroffen. Auch Kreditkartendaten, Zahlungsdaten, Quellcode und sensible Produktinformationen seien nicht erreicht worden. Gebäude mit Loxone-Technik funktionierten uneingeschränkt weiter.
Aufklärung und behördliche Meldung
Loxone hat die zuständigen Behörden informiert und arbeitet mit externen IT-Forensikern an der Aufklärung. Die betroffenen Kunden werden direkt per E-Mail kontaktiert. Die Unternehmenswebsite und der Onlineshop bleiben vorerst offline. Der Angriffsweg wurde laut Unternehmensangaben bereits identifiziert und abgedichtet.
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