BSI baut KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland auf
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) baut gemeinsam mit der Bundesnetzagentur das neue AI Safety and Security Institute Deutschland (AISI Deutschland) auf. Die nationale Kompetenz- und Evaluierungsinstitution soll leistungsfähige KI-Systeme technisch prüfen und die Bundesregierung in Sicherheitsfragen beraten.
Aufgaben und Abgrenzung
Das AISI Deutschland ist ausdrücklich keine Regulierungsbehörde und übernimmt keine Marktüberwachungsfunktion. Es arbeitet als analytisch-operatives Kompetenzzentrum an der Schnittstelle von Sicherheit, Technologieanalyse und strategischer Beratung. Zu den Kernaufgaben zählen die technische Evaluierung leistungsfähiger KI-Modelle – darunter Cyberfähigkeiten, Autonomiegrade, Robustheit und Missbrauchspotenziale – sowie die Analyse sicherheitsrelevanter Auswirkungen von KI auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.
Weitere Aufgaben sind die strategische Beratung der Bundesregierung zu KI-Sicherheits- und Souveränitätsfragen, die internationale Technologiebeobachtung und der Aufbau nationaler Expertise.
Aufbau in zwei Phasen
In einer ersten Phase bilden BSI und BNetzA einen virtuellen Nukleus des Instituts und wurden vom BMI und BMDS entsprechend betraut. Die Aufgabenteilung folgt den Dimensionen Cyber-Security beim BSI und Safety bei der BNetzA. In einer zweiten Phase wird das Institut thematisch und kapazitär ausgebaut. Derzeit befindet sich die Einrichtung im Aufbau; der Fokus liegt zunächst auf der Beratung von Verwaltung und Politik.
Am 13. Oktober 2026 veröffentlichte das AISI seine Zusammenschau „Aktuelle KI-Sicherheitsthemen 09/2026“ und informiert damit regelmäßig über Risikolagen, Vorfälle und Forschungsentwicklungen im KI-Bereich.
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