Berliner Verwaltung: Akute Gefährdung nach Hackerangriff beendet
Der Hackerangriff auf die Berliner Senatsverwaltung ist offiziell beendet. Laut Senatskanzlei ist die akute Gefahrenabwehr abgeschlossen, seit dem 13. August 2026 gab es keine weiteren Angriffe auf das Landesnetz.
Riesiger Datendiebstahl
Bei dem Angriff auf die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz wurden umfangreiche Daten gestohlen. Die Angreifer – vermutlich die Ransomware-Bande „Rhysida“ – veröffentlichten rund 1,44 Millionen Dateien im Darknet. Dazu gehören Personalunterlagen, Passwörter im Klartext, Justizunterlagen, Finanzdokumente und Details zur kritischen Infrastruktur Berlins.
Auswirkungen und Maßnahmen
Die beiden Verwaltungen wurden zunächst vom Landesnetz isoliert. Über 50.000 Haushalte konnten zeitweise kein Wohngeld ausgezahlt werden. Alle 12.000 Systeme des Landes wurden rund um die Uhr überprüft. Die Mitarbeiter durften nicht aus dem Home Office arbeiten. Ein Notfallkrisenstab wurde eingerichtet, BKA und LKA ermittelten, das BSI wurde informiert.
Die Senatskanzlei betonte, der Angreifer sei nicht in der Lage gewesen, das Netz nachhaltig zu infiltrieren. Eine Lösegeldforderung von 30 Bitcoin (rund 2 Millionen Euro) wurde nicht erfüllt. Das Land Berlin lässt sich nicht erpressen, erklärte Regierender Bürgermeister Kai Wegner.
Quellen
Artikel erstellt am 18. Oktober 2026 von der-mittel.de
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