Laut dem Bericht für das dritte Quartal 2026 von Point Wild und dessen Lat61 Threat Intelligence Team entfallen 56,4 Prozent der erkannten Android-Malware auf Banking-Trojaner. Diese Schadprogramme entwickeln sich zunehmend zu Fernzugriffswerkzeugen mit vollständiger Gerätekontrolle.
Wie Angreifer vorgehen
Angreifer setzen vermehrt auf generative Künstliche Intelligenz, um Schutzmechanismen zu umgehen. Schadsoftware wie RatHat rekonstruiert Entsperrmuster, während RemControl Anwender dazu verleitet, die Überprüfung durch Play Protect zu deaktivieren. Zudem nutzen Kriminelle drahtlose Debugging-Schnittstellen, Sideloading sowie NFC-Relay-Angriffe für Finanzbetrug.
Neue Schutzstufen von Samsung und Google
Samsungs Auto Blocker ist auf Galaxy-Geräten mit One UI 6.0 oder neuer verfügbar und ab Version 6.1.1 standardmäßig aktiviert. In der maximalen Schutzstufe sperrt die Funktion Geräteadministrator-Apps, deaktiviert den 2G-Mobilfunkstandard und führt tägliche Scans durch. Google stellt ab Android 16 die Funktion Advanced Protection bereit, die Sideloading, 2G-Verbindungen und Safe Browsing in Chrome erzwingt.
Google verschärft Sideloading-Regeln
Ab 2027 führt Google weltweit neue Vorgaben für Installationen abseits etablierter Quellen ein. Für unverifizierte Anwendungen müssen Anwender den Entwicklermodus aktivieren, das Gerät neu starten, eine Wartezeit von 24 Stunden einhalten und sich mehrfach neu authentifizieren. Am 14. Oktober 2026 stellte Google zudem KI-basierte Betrugsfilter für Google Messages vor.
Quellen
- BornCity: Android-Malware, 56,4 Prozent der Funde sind Banking-Trojaner, 18.10.2026
- Point Wild / Lat61 Threat Intelligence Team, Bericht Q3 2026
No responses yet