Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Initiative Sicher Handeln (ISH), die von kleinanzeigen verschickt wurde, zeigt: Rund 23 Prozent der befragten Bundesbürger gab an, bereits mindestens einmal Opfer einer Phishing-Attacke geworden zu sein. Bei rund 8 Prozent der Befragten blieb es nicht beim Datenverlust, sondern es entstand ein direkter finanzieller Schaden.

Höhere Betrugsquote bei Akademikern

Entgegen der Annahme, dass eine höhere Bildung automatisch vor Betrug schützt, liegt die Quote bei Akademikern höher. Unter den Befragten mit Hochschulabschluss gaben 27 Prozent an, schon einmal auf Phishing hereingefallen zu sein. Bei Personen mit einem Abschluss bis zur Realschule waren es 22 Prozent. Zehn Prozent der Akademiker haben durch Phishing bereits Geld verloren.

Jüngere erkennen Warnsignale deutlich seltener

Die wichtigsten Warnsignale sind die unaufgeforderte Abfrage von Zugangs- oder Kontodaten (72 Prozent) und künstlich erzeugte Dringlichkeit (71 Prozent). Auffällig: Während in der Gruppe der über 55-Jährigen 79 Prozent die Abfrage von Zugangsdaten als Alarmsignal einstufen, liegt der Wert bei den 18- bis 24-Jährigen bei lediglich 48 Prozent. Beim Zeitdruck sind es 78 Prozent der Älteren versus 41 Prozent der Jüngeren.

Verhaltensregeln gegen Phishing

Die Initiative empfiehlt die Faustregel Stoppen, Hinterfragen, Schützen. Vor einem Klick kurz innezuhalten und insbesondere dringliche Zahlungs- oder Datenabfragen kritisch hinterfragen. Verdächtige Nachrichten direkt beim jeweiligen Dienst melden oder als Spam markieren.

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