Berliner Verwaltung: Akute Gefährdung nach Cyberangriff beendet
Der Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung ist vorerst beigelegt. Laut Senatskanzlei ist die akute Gefahrenabwehr beendet, seit dem 13. August 2026 gab es keine Angriffe mehr auf die untersuchten Bereiche des Berliner Landesnetzes. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, das Netz nachhaltig zu infiltrieren.
Der Angriff begann im Juli 2026 und betraf die beiden Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Bei den beiden Behörden wurden Daten durch Unbekannte ausgeleitet. Am 14. August 2026 wurden die beiden Senatsverwaltungen vom Landesnetz isoliert, am 17. August 2026 wurde ein Notfallkrisenstab eingerichtet. Das BKA und das LKA ermittelten, das BSI wurde informiert.
Zeitweise kam es zu erheblichen Auswirkungen: Anfang August 2026 konnten an 50.000 berechtigte Haushalten in Berlin kein Wohngeld ausgezahlt werden. Die Senatsverwaltungen waren vom Landesnetz abgeschnitten, was zu Problemen bei Transferleistungen und anderen Verwaltungsaufgaben führte. Am 24. August 2026 wurden alle Teile der Senatsverwaltung wieder am Netz geschaltet, und laut Regierendem Bürgermeister Kai Wegner seien die Systeme „grundsätzlich arbeitsfähig“.
Die Untersuchung der Senatskanzlei und der beteiligten Behörden dauert an. Das BSI betonte die Bedeutung des Vorfalls für die IT-Sicherheit in deutschen Großstädten und betonte die Notwendigkeit verbesserter Absicherungen für Landesnetze.
Quelle: heise online – Nach Hackerangriff: Akute Gefährdung für Berlins Verwaltung gebannt (16.10.2026)
No responses yet