Berliner Verwaltung: Akute Gefahr nach Hackerangriff gebannt

Nach dem großen Hackerangriff auf das Datennetz der Berliner Verwaltung sieht der Senat die akute Gefahrenabwehr als abgeschlossen an. Seit dem 13. August habe es keine weiteren Angriffe auf die untersuchten Bereiche des Landesnetzes gegeben, teilte die Senatskanzlei mit. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, das Netz nachhaltig zu infiltrieren.

Der tagelange Angriff war Mitte August bekannt geworden. Besonders betroffen waren die Senatsverwaltungen für Verkehr und Umwelt sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Gruppe Rhysida forderte 30 Bitcoins als Lösegeld – umgerechnet rund zwei Millionen Euro.

Der Senat zahlte nicht. Nach Ablauf des Ultimatums veröffentlichten die Kriminellen mindestens 1,2 Millionen Datensätze im Darknet, darunter personenbezogene und vertrauliche Informationen, die nun für weitere Betrugswellen missbraucht werden könnten.

Was jetzt noch ansteht

Obwohl die akute Gefahr vorüber ist, wertet die Senatskanzlei die abgeflossenen Daten weiter aus. Schutzmaßnahmen für die IT sollen gestärkt und die Strafverfolgung vorangetrieben werden. Für Kommunen und Behörden bleibt der Fall eine Lehrstunde: Ohne Lösegeldzahlung ist der Datenabfluss nicht vermeidbar – entscheidend ist, wie konsequent Netze segmentiert und Altbestände an sensiblen Daten reduziert werden.

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