Das Gerichtssystem des US-Bundesstaats Arizona ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben des Arizona Supreme Court vom 7. Oktober 2026 wurden die Daten von rund 1,3 Millionen Personen kopiert. Betroffen sind Menschen mit unbezahlten Gerichtsgebühren, Bußgeldern und Restitutionszahlungen aus Verkehrs- und Strafsachen, die bis zu 30 Jahre zurückreichen.
Der Angriff ereignete sich nach Behördenangaben am 24. September 2026 und lief rund zwei Stunden, bevor die IT-Mitarbeiter ihn auf einem Backup-Server bemerkten und stoppten. Ein Beschäftigter soll auf einen Phishing-Link in einer E-Mail geklickt haben. Neben den Zahlungsdaten entwendeten die Angreifer fast 30.000 Schutzanordnungen (Orders of Protection) sowie rund 150.000 Berichte einer staatlichen Pflegefamilien-Prüfstelle aus der Zeit ab 2010.
Akten wurden nach Angaben der Behörde nicht verändert oder gelöscht, Gerichtsverfahren nicht verzögert. Die Daten lagen verschlüsselt vor; Hinweise auf eine Veröffentlichung gibt es bislang nicht. Betroffenen wird empfohlen, ihre Kreditberichte sperren zu lassen.
Quellen: SecurityWeek (07.10.2026), GovTech (05.10.2026), The Record (07.10.2026).
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